Was ist die Stützlast, wie messe ich sie und wie halte ich sie ein?

Stützlast: Wirkung der Lastverteilung auf der Deichsel
Ladung vor der Achse erhöht die Stützlast, Ladung dahinter verringert sie

Die Stützlast ist das Gewicht, mit dem die Deichsel auf der Kugel der Anhängerkupplung aufliegt. Sie entsteht durch die Verteilung der Ladung: Ladung vor der Achse erhöht die Stützlast, Ladung dahinter verringert sie.

Maßgeblich sind drei Werte, der kleinste gilt: die zulässige Stützlast des Anhängers, die der Anhängerkupplung und die des Zugfahrzeugs. Übliche Werte bei PKW-Anhängern liegen zwischen 50 und 100 kg.

Als Mindestwert gelten 4 % der tatsächlichen Anhängerlast. Zu wenig Stützlast ist gefährlich — das Gespann neigt zum Schlingern. Zu viel überlastet Kupplung und Hinterachse.

So messen Sie die Stützlast: am abgekuppelten, waagerecht stehenden Anhänger mit einer Stützlastwaage. Sie wird unter die Kupplung gestellt, der Anhänger auf Kupplungshöhe abgesenkt und der Wert abgelesen. Wichtig ist die waagerechte Stellung — ein schräg stehender Anhänger zeigt einen falschen Wert.

Noch bequemer: Es gibt Stützräder mit integrierter Stützlastwaage. Dabei ist die Anzeige direkt im Stützrad verbaut — Sie sehen die Stützlast beim Auf- und Abkurbeln, ohne ein zusätzliches Gerät herauszuholen. Für alle, die häufig unterschiedlich beladen, die praktischste Lösung.

Praxisregel beim Beladen: schwere Teile über oder knapp vor die Achse, nicht ganz nach hinten. Ein hinten beladener Anhänger fährt sich unruhig, auch wenn das Gesamtgewicht stimmt. Nach dem Umladen die Stützlast erneut prüfen.

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